UNTERSUCHUNG IN DER "RÖHRE"

Ärzeteam der Praxis RuN - Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin in Engelskirchen

ABLAUF DER UNTERSUCHUNG

Um individuelle Kontraindikation oder spezielle Risiken zu vermeiden, bitten wir Sie zunächst den Fragebogen "Magnetresonanztomographie" auszufüllen. Dieser wird Ihnen bei der Anmeldung am Empfang gegeben.

Für eine MR-Untersuchung sollten Sie 30-60 Minuten Untersuchungszeit einplanen. Solange dauert es, bis die Messungen durchgeführt und der Computer die Bilder berechnet hat. Vor der Untersuchung müssen alle magnetischen Gegenstände wie Schmuck, Geldbörse, Scheckkarten, Schlüssel, Uhr, etc. abgelegt werden. Patienten mit einem Herzschrittmacher oder einer Innenohrprothese (Cochleaimplant) können - falls keine schriftliche Bestätigung über die MR-Fähigkeit des Implantats vom Hersteller vorliegt - nicht untersucht werden.

Zur Untersuchung muss die zu untersuchende Körperregion in die Mitte einer ca. 70 cm weiten Röhre gefahren werden. Die Röhre bleibt während der gesamten Untersuchung geöffnet, sie ist hell und gut belüftet. Das Untersuchungsgerät befindet sich in einem abgeschirmten Raum und wird vom Nebenraum durch ein Fenster und eine Kamera bewacht. Durch eine Gegensprechanlage können Sie während der Untersuchung mit dem Arzt und der MTRA sprechen. Wir können Sie während der Untersuchung die ganze Zeit sehen, sodass Ihnen nichts passieren kann.

Während der Untersuchung müssen Sie ganz ruhig liegen, damit die Aufnahmen nicht verwackelt werden.



LAUTES KLOPFEN IST NORMAL

Bei der Untersuchung kommt es zu lauten Klopfgeräuschen, die durch das Umpolen der Magnetfelder bedingt sind und Sie nicht beunruhigen sollen. Während des ca. 3-4 Minuten dauernden Klopfens wird jeweils eine Messung ausgeführt. In den dazwischenliegenden Pausen berechnet der Computer die Daten. Um die Lärmbelästigung zu reduzieren erhalten Sie einen Gehörschutz. Auf Wunsch können Sie während der Untersuchung über Kopfhörer Musik hören.

Zur genaueren Beurteilung einer Erkrankung muss manchmal ein Kontrastmittel über eine Armvene injiziert werden. Das Kontrastmittel ist in der Regel sehr gut verträglich und kann auch bei einer Allergie gegen Röntgenkontrastmittel verwendet werden. Es ist nicht radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden mit dem Urin ausgeschieden.

Obwohl keine schädigenden Wirkungen bekannt sind, erhalten schwangere Frauen aus Sicherheitsgründen kein Kontrastmittel. Stillende Frauen sollen ebenfalls aus Sicherheitsgründen 24 Stunden nach einer Kontrastmittelgabe ihre Milch abpumpen und verwerfen.

Klopfgeräusche im MRT sind normal


INDIKATIONEN ZUR MRT

• Tumor
• Entzündung, z. B. Encephalitis disseminata
• Blutung/Ischämie
• Fehlbildungen
• Angiographie der Hirnarterien, z. B. Aneurysma, Arteriosklerose
• venöse Angiographie, z. B. Sinusvenenthrombose
• Spezialuntersuchung der Hypophyse • Spezialuntersuchung des Felsenbeines, z. B. Akustikusneurinom
• Spezialuntersuchung der Orbita, z. B. Tumor, Neuritis N. optici
• Bandscheibenvorfall
• Spondylitis, Spondylodiscitis, Arachnoiditis, erosive Osteochondrose
• Abgrenzung von postoperativem Narbengewebe
• neurologische Querschnittsymptomatik
• Tumor
• Entzündung
• Fehlbildung: Tethered cord, Syringomyelie, Myelozele, Myelomeningozele
• MR-Myelographie
• Hals-, Nasen- und Ohrentumore
• Lymphknotenstaging
• Postoperative Verlaufskontrollen
• Entzündungen, Infektionen
• Thorakale Aorta mit Aorta ascendens, Aortenbogen, supraaortale Gefäße, deszendierende thorakale Aorta
• Pulmonalarterien • Abdominelle Aorta mit Viszeralarterien
• Nierenarterien
• Becken-Bein-Strombahn
• supraaortale Gefäße mit Halsgefäßen bis nach intrakraniell (Abklärung Carotisstenosen)
• Pathologische Prozesse in Leber, Pankreas, Nieren, Nebennieren, Darm, Harnblase, Uterus, Ovarien, Prostata, insbesondere prae- und postoperatives Staging
• Gefäßdarstellung
• Spezialuntersuchung entzündlicher Darmerkrankungen
• MR-Urographie
Knochen: Tumor, Entzündung, Streß- und Ermüdungsfraktur, occulte Fraktur
Schulter: Rotatorenmanschettenruptur, Labrumläsion, Bizepssehnenruptur, Tumor, Arthritis, Synovitis, Bursitis
• Ellenbogen: occulte Fraktur, Tennisellenbogen, Entzündung
• Hand: occulte Fraktur, Pseudarthrose, Ligamentruptur, TFKK-verletzung, Synovitis, Arthritis, rheumatoide Arthritis, Sehnenscheidenentzündung
Hüfte: Femurkopfnekrose, M. Perthes, Epiphysiolysis capitis femoris, Osteochondose, transiente Osteoporose, Arthrose, Bursitis
• Knie: Knorpelschaden, Verletzung des Kapsel-Band-Apparartes, postoperative Kontrollen nach Bandplastik, Meniskusläsion, Sehnenruptur